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Microsoft stellt SMS- und Telefon-MFA ein - Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Passkeys werden Standard: So bereiten Sie Ihre Microsoft-Entra-Umgebung auf die kommenden Änderungen vor

Ab September 2026 führt Microsoft Passkeys als Standard ein. Ab Januar 2027 endet die von Microsoft bereitgestellte SMS- und Telefon-Authentifizierung. Erfahren Sie, welche Unternehmen betroffen sind und welche Maßnahmen Administratoren jetzt einleiten sollten.

Microsoft stellt SMS-MFA und Telefon-MFA ein: Das Wichtigste auf einen Blick

Microsoft treibt die Einführung moderner und Phishing-resistenter Authentifizierungsverfahren konsequent voran. Microsoft stellt SMS-MFA ein (und Telefon-MFA - Anruf über Mobiltelefon) und beendet damit schrittweise die Bereitstellung der eigenen SMS- und Telefonanruf-Authentifizierung für Microsoft Entra. Gleichzeitig werden Passkeys ab dem 1. September 2026 zur standardmäßigen Anmeldemethode. Unternehmen, die bisher noch auf SMS oder Telefonanrufe als Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) setzen, sollten die angekündigten Änderungen frühzeitig prüfen und ihre Authentifizierungsstrategie entsprechend anpassen. Andernfalls besteht das Risiko, dass es nach dem 28. Januar 2027 zu Einschränkungen bei der Anmeldung kommt, sofern kein eigener Telekommunikationsanbieter für diese Verfahren eingerichtet wurde.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Änderungen Microsoft angekündigt hat, welche Unternehmen betroffen sind und welche Maßnahmen Administratoren bereits heute einleiten sollten.

Was ändert sich in Microsoft Entra?

Passkeys werden ab September 2026 zum Standard

Mit der angekündigten Änderung verfolgt Microsoft das Ziel, die Anmeldung in Microsoft Entra künftig standardmäßig auf Passkeys umzustellen. Ab dem 1. September 2026 werden Passkeys automatisch für Benutzer aktiviert, die bisher SMS oder Telefonanrufe für die Multi-Faktor-Authentifizierung verwenden. Zusätzlich startet Microsoft eine verwaltete Registrierungskampagne, die Anwender bei der Anmeldung zur Einrichtung eines Passkeys auffordert. Die Registrierung kann zunächst noch übersprungen werden, Microsoft möchte die Nutzung dieser modernen Authentifizierungsmethode jedoch aktiv fördern.

Passkeys basieren auf dem FIDO2-Standard und ermöglichen eine sichere, passwortlose Anmeldung - beispielsweise über Windows Hello, biometrische Verfahren oder einen Hardware-Sicherheitsschlüssel. Im Vergleich zu klassischen Passwörtern oder Einmalcodes per SMS bieten sie einen deutlich besseren Schutz vor Phishing, Social Engineering und Identitätsdiebstahl.

Microsoft stellt SMS- und Telefon-MFA ab Januar 2027 ein

Der entscheidende Termin folgt am 28. Januar 2027. Ab diesem Zeitpunkt stellt Microsoft die eigenen SMS- und Telefonanruf-Dienste für die Multi-Faktor-Authentifizierung ein. Unternehmen, die diese Authentifizierungsmethoden weiterhin nutzen möchten, müssen künftig einen eigenen Telekommunikationsanbieter über den Microsoft Security Store konfigurieren. Ohne diese Umstellung stehen die von Microsoft bereitgestellten SMS- und Telefonie-Dienste für die MFA nicht mehr zur Verfügung.

Microsoft empfiehlt daher ausdrücklich, den Wechsel auf phishing-resistente Authentifizierungsmethoden wie Passkeys frühzeitig einzuplanen. So lassen sich nicht nur Sicherheitsrisiken reduzieren, sondern auch mögliche Anmeldeprobleme vermeiden, wenn die bisherigen Microsoft-Dienste endgültig abgeschaltet werden.

Wer ist von der Umstellung betroffen?

Unternehmen mit SMS- oder Telefon-MFA

Nicht jedes Unternehmen muss sofort aktiv werden. Handlungsbedarf besteht vor allem dann, wenn in Ihrer Microsoft-Entra-Umgebung SMS oder Telefonanrufe noch als Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zugelassen oder aktiv genutzt werden. Häufig sind diese Methoden über viele Jahre hinweg als Standard eingerichtet worden oder werden noch für einzelne Benutzer, externe Mitarbeitende oder Ausnahmeregelungen verwendet.

Mit der Umstellung auf Passkeys verfolgt Microsoft das Ziel, phishing-resistente Authentifizierungsverfahren zum neuen Standard zu machen. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Authentifizierungsmethoden aktuell im Einsatz sind und ob Benutzer noch auf die von Microsoft bereitgestellten SMS- oder Telefonie-Dienste angewiesen sind.

Welche Auswirkungen drohen?

Ab dem 28. Januar 2027 stehen die von Microsoft bereitgestellten SMS- und Telefonanruf-Dienste für die Multi-Faktor-Authentifizierung nicht mehr zur Verfügung. Unternehmen, die bis dahin keinen eigenen Telekommunikationsanbieter über den Microsoft Security Store eingerichtet haben und weiterhin ausschließlich auf die Microsoft-Dienste setzen, müssen mit Einschränkungen bei der Anmeldung rechnen.

Die gute Nachricht: Microsoft räumt Unternehmen ausreichend Zeit für die Umstellung ein. Wer die kommenden Monate nutzt, um die bestehende MFA-Konfiguration zu analysieren und eine geeignete Migrationsstrategie zu entwickeln, kann die Änderungen ohne Zeitdruck umsetzen. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die Authentifizierung insgesamt auf ein höheres Sicherheitsniveau zu heben und die Anforderungen moderner IT-Sicherheitskonzepte zu erfüllen.

Praxistipp

Prüfen Sie bereits heute im Microsoft Entra Admin Center, welche Authentifizierungsmethoden Ihre Benutzer verwenden. So erkennen Sie frühzeitig, ob noch SMS oder Telefonanrufe im Einsatz sind und können die Umstellung rechtzeitig planen.

Welche Maßnahmen sollten Administratoren jetzt einleiten?

Aktuelle MFA-Methoden analysieren

Der erste Schritt sollte eine Bestandsaufnahme der aktuell verwendeten Authentifizierungsmethoden sein. Administratoren sollten prüfen, welche Benutzer noch SMS oder Telefonanrufe für die Multi-Faktor-Authentifizierung verwenden und ob diese Verfahren weiterhin erforderlich sind. Gerade in über Jahre gewachsenen Microsoft-365-Umgebungen finden sich häufig ältere Konfigurationen oder Ausnahmen, die im Tagesgeschäft kaum noch auffallen.

Passkeys und moderne Authentifizierung einführen

Microsoft empfiehlt, frühzeitig auf phishing-resistente Authentifizierungsmethoden wie Passkeys umzusteigen. Diese bieten nicht nur ein höheres Sicherheitsniveau, sondern vereinfachen auch den Anmeldeprozess für die Benutzer. Je nach Anforderung können Passkeys beispielsweise mit Windows Hello for Business, der Microsoft Authenticator App oder FIDO2-Sicherheitsschlüsseln genutzt werden. Unternehmen profitieren damit von einer zukunftssicheren Authentifizierung, die moderne Sicherheitsstandards erfüllt und gleichzeitig den Bedienkomfort erhöht.

Benutzer rechtzeitig informieren

Neben der technischen Umsetzung spielt auch die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Ab September 2026 werden viele Benutzer erstmals mit der Registrierung eines Passkeys konfrontiert. Ohne entsprechende Information können diese Aufforderungen schnell zu Unsicherheiten oder vermehrten Supportanfragen führen.

Eine frühzeitige Kommunikation erleichtert die Umstellung erheblich. Anwender sollten darüber informiert werden, warum Microsoft diese Änderungen vornimmt, welche Vorteile Passkeys bieten und wie die Registrierung abläuft. So lässt sich die Akzeptanz erhöhen und der Aufwand für den IT-Support deutlich reduzieren.

Praxistipp

Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um Ihre Microsoft-Entra-Umgebung zu überprüfen und die Umstellung strukturiert zu planen. Eine frühzeitige Analyse der verwendeten Authentifizierungsmethoden verhindert spätere Überraschungen und ermöglicht einen reibungslosen Übergang auf moderne Anmeldeverfahren.

Zusätzlich ist bei einigen M365 Umgebungen die Abschaltung der Legacy MFA Anmeldeverfahren noch nicht abgeschlossen. Mehr Informationen finden Sie hier Microsoft schaltet Legacy-Authentifizierung ab - jetzt handeln.

Fazit

Mit der Einführung von Passkeys als Standard und der schrittweisen Einstellung der von Microsoft bereitgestellten SMS- und Telefonanruf-Authentifizierung setzt Microsoft den nächsten wichtigen Schritt in Richtung einer sicheren und phishing-resistenten Identitätsverwaltung.

Auch wenn die endgültige Umstellung erst Anfang 2027 erfolgt, sollten Unternehmen die verbleibende Zeit nutzen, um ihre bestehende Microsoft-Entra-Umgebung zu überprüfen und eine passende Migrationsstrategie zu entwickeln. So lassen sich mögliche Anmeldeprobleme vermeiden und gleichzeitig die Sicherheit der eigenen Microsoft 365 Umgebung nachhaltig verbessern.

Wer frühzeitig handelt, profitiert nicht nur von einem reibungslosen Übergang auf moderne Authentifizierungsverfahren, sondern schafft auch die Grundlage für eine zukunftssichere Identity- und Access-Management-Strategie.

Wie netunite Sie unterstützt

Die Umstellung auf moderne Authentifizierungsverfahren betrifft nicht nur die technische Konfiguration von Microsoft Entra. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, bestehende Authentifizierungsmethoden zu überprüfen, Sicherheitsrichtlinien anzupassen und Anwender frühzeitig auf die bevorstehenden Änderungen vorzubereiten. Eine strukturierte Planung hilft dabei, Risiken zu minimieren und die Migration auf Passkeys effizient umzusetzen.

Für die erfolgreiche Umstellung bieten wir Ihnen drei aufeinander abgestimmte Dienstleistungen, die Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur sicheren Einführung moderner Authentifizierungsverfahren begleiten.

Analyse & Bewertung

Wir analysieren Ihre bestehende Microsoft Entra Umgebung und prüfen, welche Authentifizierungsmethoden aktuell eingesetzt werden. Dabei identifizieren wir potenzielle Sicherheitsrisiken, bewerten den Handlungsbedarf und zeigen Ihnen konkrete Maßnahmen für die Umstellung auf moderne Authentifizierungsverfahren auf.

Planung & Umsetzung

Gemeinsam entwickeln wir eine individuelle Migrationsstrategie und unterstützen Sie bei der Einführung moderner Authentifizierungsmethoden wie Passkeys, Microsoft Authenticator oder FIDO2-Sicherheitsschlüssel. Darüber hinaus optimieren wir Ihre Authentication Methods sowie Conditional Access-Richtlinien für eine sichere und benutzerfreundliche Anmeldung.

Betrieb & Optimierung

Auch nach der erfolgreichen Einführung stehen wir Ihnen als zuverlässiger Microsoft-Partner zur Seite. Wir begleiten Sie bei der kontinuierlichen Optimierung Ihrer Microsoft-365-Sicherheitsumgebung, unterstützen Ihr IT-Team bei neuen Anforderungen und sorgen dafür, dass Ihre Authentifizierungsstrategie auch langfristig den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Kostenloses Erstgespräch

Sie möchten wissen, ob Ihre Microsoft-Entra-Umgebung von den angekündigten Änderungen betroffen ist? Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre aktuelle Konfiguration zu analysieren und die nächsten Schritte für eine sichere und zukunftsfähige Authentifizierungsstrategie zu planen.

netunite Tipp:

Prüfen Sie bereits heute, ob in Ihrer Microsoft Entra Umgebung noch SMS oder Telefonanrufe für die Multi-Faktor-Authentifizierung aktiviert sind. So vermeiden Sie Überraschungen bei der Umstellung und schaffen frühzeitig die Grundlage für eine sichere, passwortlose Anmeldung.